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Jägermeister – Kräuterlikör-Klassiker

56 Kräuter, eiskalt serviert: das Porträt des bekanntesten deutschen Kräuterlikörs.

Aktualisiert: Juni 2026 | 35 % Vol.

Kaum eine Spirituose ist so untrennbar mit Deutschland verbunden wie der Jägermeister. Die dunkelgrüne Flasche mit dem leuchtenden Hirschkopf steht in nahezu jeder Bar, in unzähligen Hausbars und in den Gefrierfächern von Genießern rund um den Globus. Was 1934 im niedersächsischen Wolfenbüttel als Kräuterlikör nach einer geheimen Rezeptur begann, ist heute eine weltweite Marke – und für viele der Inbegriff des geselligen Shots.

In diesem Porträt schauen wir hinter die Marke: Wir erklären, was die 56 Kräuter ausmacht, wie Jägermeister schmeckt, wie man ihn am besten serviert und welche Sorten und Editionen es gibt. Wer tiefer in die Welt der Bitterkräuter einsteigen möchte, findet weiterführende Tipps in unserem Vergleich der besten Kräuterliköre und im Digestif-Guide.

Die Marke Jägermeister

Die Wurzeln der Marke liegen im Familienunternehmen Mast in Wolfenbüttel. Curt Mast, leidenschaftlicher Jäger, entwickelte die Rezeptur und gab dem Likör den Namen „Jägermeister“ – die offizielle Berufsbezeichnung für staatlich geprüfte Jäger. Das markante Logo mit dem Hirschkopf und dem leuchtenden Kreuz zwischen den Geweihstangen verweist auf die Legende des Heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger.

Vom regionalen Kräuterlikör entwickelte sich Jägermeister über die Jahrzehnte zur internationalen Kultmarke. Besonders in der Bar- und Festivalkultur erlangte der „Jägerbomb“ und der eiskalte Shot Kultstatus. Trotz globaler Bekanntheit bleibt das Unternehmen bis heute in Wolfenbüttel verwurzelt und in Familienbesitz – Tradition und moderne Markenführung gehen hier Hand in Hand.

56 Kräuter & Geschmack

Das Herzstück von Jägermeister sind die 56 Zutaten – Kräuter, Blüten, Wurzeln, Rinden und Früchte aus aller Welt. Dazu gehören unter anderem Zimtrinde, Ingwer, Bitterorangenschalen, Kardamom und eine Reihe von Kräutern, deren genaue Zusammensetzung das wohl bekannteste Spirituosengeheimnis Deutschlands ist. Die einzelnen Auszüge werden über Wochen mazeriert, anschließend vermählt und mehrere Monate in Eichenfässern gelagert.

Geschmacklich präsentiert sich Jägermeister vielschichtig: Eine angenehme Süße trifft auf würzige Kräuternoten, einen Hauch Anis und Lakritz, dezente Zitrusfrische und eine leicht bittere, warme Würze von Zimt und Ingwer. Mit 35 % Vol. wirkt er rund und ölig auf der Zunge, der Abgang ist lang und kräuterwürzig. Tiefgekühlt tritt die Süße in den Hintergrund und die komplexe Kräuterstruktur kommt besonders gut zur Geltung.

Eiskalt als Shot oder im Mule

Der Klassiker bleibt der eiskalte Shot. Aufbewahrt bei rund -18 °C im Gefrierfach wird Jägermeister leicht zähflüssig, schmeckt weniger süß und besonders harmonisch. So serviert man ihn als geselligen Absacker oder als kleinen Digestif nach einem üppigen Essen.

Jägermeister Mule

Als Longdrink hat sich der Jägermeister Mule etabliert: 4 cl Jägermeister mit Ginger Beer auffüllen, einen Spritzer Limette dazu und auf Eis in der Kupfertasse oder im Highball-Glas servieren. Die Schärfe des Ingwerbiers harmoniert ideal mit den Kräutern. Ebenso beliebt sind Mischungen mit Tonic Water oder kühler Cola.

Als Digestif

Dank der verdauungsfördernden Bitterkräuter eignet sich Jägermeister bei Zimmertemperatur in kleiner Menge auch als klassischer Digestif. Mehr dazu in unserem Digestif-Guide. Wer lieber zu süßeren Likören greift, findet Alternativen in unserer Übersicht der besten Liköre.

Sorten & Editionen

Neben dem klassischen Jägermeister gibt es einige Varianten: Jägermeister Manifest (38 % Vol.) ist eine längere, intensivere Reifung mit zusätzlichen Kräutern und tieferer Holznote – eher zum puren Genuss gedacht. Jägermeister Scharf 56 betont Ingwer und Galgant für eine markante Schärfe. Saisonal erscheint zudem der Jägermeister Wintermeister mit Zimt- und Vanillenoten, ideal als wärmender Wintershot.

Für den Standard-Genuss bleibt der klassische Jägermeister in der 0,7-Liter-Flasche die erste Wahl. Er ist vielseitig einsetzbar – pur als Shot, im Longdrink oder als Mixzutat – und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis innerhalb der Range.

Wo kaufen

Jägermeister ist breit verfügbar. Online bietet sich der bequeme Versand mit Lieferung nach Hause an. Hier unsere Empfehlung – der Klassiker – sowie zwei beliebte Kräuterlikör-Alternativen im Vergleich:

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Jägermeister im Überblick

Merkmal Angabe
KategorieKräuterlikör
Alkoholgehalt35 % Vol.
Zutaten56 Kräuter, Wurzeln & Früchte
HerkunftWolfenbüttel, Deutschland
ServierempfehlungEiskalt als Shot, im Mule
Preis (0,7 l)24,04 €

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Prozent Alkohol hat Jägermeister?
Klassischer Jägermeister hat 35 % Vol. Damit liegt er etwas niedriger als die meisten Spirituosen, aber höher als viele andere Liköre. Es gibt zudem Varianten wie Jägermeister Manifest mit 38 % Vol., der etwas kräftiger und holziger ausfällt, sowie den fruchtig-würzigen Jägermeister Scharf 56.
Aus wie vielen Kräutern besteht Jägermeister?
Jägermeister wird aus 56 verschiedenen Kräutern, Blüten, Wurzeln und Früchten hergestellt. Die genaue Rezeptur ist ein streng gehütetes Geheimnis. Zutaten wie Zimtrinde, Ingwer, Bitterorangenschalen und diverse Kräuter mazerieren über Wochen, bevor die Auszüge gemischt und mehrere Monate in Eichenfässern gelagert werden.
Wie trinkt man Jägermeister richtig?
Der Klassiker ist der eiskalte Shot bei etwa -18 °C – tiefgekühlt schmeckt der Likör besonders rund und weniger süß. Beliebt sind außerdem Longdrinks wie der Jägermeister Mule mit Ginger Beer und Limette oder Mischungen mit Energydrink. Als Digestif nach dem Essen wirkt Jägermeister durch seine Bitterkräuter angenehm verdauungsfördernd.
Muss Jägermeister gekühlt werden?
Nötig ist es nicht – durch den Alkoholgehalt ist Jägermeister auch bei Zimmertemperatur lange haltbar. Geschmacklich entfaltet er sich aber tiefgekühlt am besten: Die ölige, fast sirupartige Konsistenz und das runde Aroma kommen eiskalt am besten zur Geltung. Viele bewahren die Flasche daher dauerhaft im Gefrierfach auf.
Ist Jägermeister ein Likör oder ein Schnaps?
Jägermeister ist rechtlich ein Kräuterlikör. Liköre enthalten einen Mindestzuckergehalt von 100 Gramm pro Liter – das unterscheidet sie von reinen Bränden und Klaren. Im Volksmund wird er trotzdem oft als „Schnaps“ bezeichnet, gehört aber klar in die Kategorie der Kräuter- und Bitterliköre.

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