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Ratgeber

Old Fashioned – Rezept & Whiskey-Empfehlung

Aktualisiert: Juni 2026 | Lesezeit: 6 Min.

Der Old Fashioned ist einer der ältesten und elegantesten Cocktails der Welt – und gerade wegen seiner Schlichtheit ein zeitloser Klassiker. Nur vier Zutaten, kein Schnickschnack, dafür voller Fokus auf den Whiskey. Wer ihn einmal richtig zubereitet, versteht, warum dieser Drink seit über 150 Jahren begeistert. In diesem Ratgeber zeigen wir dir das klassische Rezept, den passenden Whiskey und die wichtigsten Tipps für zu Hause.

Das klassische Old-Fashioned-Rezept

Zutaten (für 1 Drink)

  • 6 cl Bourbon Whiskey
  • 1 Barlöffel Zuckersirup (oder 1 Würfelzucker)
  • 2–3 Spritzer Angostura Bitter
  • 1 Orangenzeste
  • 1 großer Eiswürfel

Zubereitung

  1. Zucker mit Angostura Bitter und einem Spritzer Wasser im Glas verrühren, bis er sich löst.
  2. Einen großen Eiswürfel und den Bourbon hinzufügen.
  3. Etwa 20–30 Sekunden mit dem Barlöffel rühren, bis der Drink kalt und leicht verdünnt ist.
  4. Eine Orangenzeste über dem Glas ausdrücken, um die Öle freizusetzen, und als Garnitur hineingeben.

Wichtig: Der Old Fashioned wird gerührt, niemals geschüttelt – so bleibt er klar und seidig. Ein großer Eiswürfel schmilzt langsamer und verwässert den Drink weniger als viele kleine.

Welcher Bourbon/Whiskey eignet sich?

Der Whiskey ist die Seele des Old Fashioned – wähle ihn mit Bedacht. Klassisch eignet sich ein süßlich-milder Bourbon, dessen Vanille- und Karamellnoten perfekt mit Zucker und Bitter harmonieren. Unsere Empfehlungen:

  • Maker's Mark – weich, vanillig, das ideale Old-Fashioned-Profil.
  • Woodford Reserve – etwas kräftiger und würziger, sehr ausgewogen.
  • Buffalo Trace – günstig und vielseitig, ein klassischer Cocktail-Bourbon.

Wer es würziger mag, kann einen Rye Whiskey verwenden, der dem Drink mehr Schärfe verleiht. Eine breitere Auswahl findest du im Vergleich bester Bourbon Whiskey.

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Zutaten & Zubehör

Neben dem Whiskey brauchst du nur wenige Dinge: Angostura Bitter (das aromatische Herzstück, in jedem Drink unverzichtbar), Zuckersirup oder Würfelzucker und eine frische Orange für die Zeste. An Werkzeug genügen ein Barlöffel zum Rühren und ein niedriger Tumbler (Old-Fashioned-Glas) zum Servieren.

Wer öfter Cocktails mixt, ist mit einem kompletten Barbesteck-Set gut beraten – es enthält Barlöffel, Jigger und Shaker. Eine Übersicht für den Start gibt unser Cocktail-Set für Einsteiger.

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Varianten des Klassikers

Der Old Fashioned lädt zum Experimentieren ein. Beliebte Varianten:

  • Rye Old Fashioned: mit Rye Whiskey statt Bourbon – würziger und trockener.
  • Maple Old Fashioned: mit Ahornsirup statt Zucker für eine warme Süße.
  • Smoked Old Fashioned: das Glas mit Rauch aromatisiert – ein Showeffekt für Gäste.
  • Rum Old Fashioned: mit gereiftem Rum statt Whiskey – tropisch und weich.
  • Oaxaca Old Fashioned: mit Tequila und Mezcal – rauchig und modern.

Diese Varianten zeigen, wie flexibel das Grundprinzip ist: Spirituose, Süße, Bitter und Zeste – die Kombination lässt sich beliebig variieren.

Tipps für zu Hause

  • Großer Eiswürfel: schmilzt langsamer und verwässert den Drink weniger – Eiswürfelformen für große Würfel lohnen sich.
  • Gut rühren: 20–30 Sekunden, bis das Glas beschlägt. Geduld macht den Unterschied.
  • Frische Orangenzeste: über dem Glas ausdrücken, damit die ätherischen Öle den Drink aromatisieren.
  • Whiskey-Qualität zählt: Bei nur vier Zutaten schmeckt man jeden Bourbon deutlich heraus.
  • Nicht zu süß: Lieber mit wenig Zucker starten und nachjustieren.

Mit etwas Übung gelingt der Old Fashioned in wenigen Minuten – ein perfekter Drink für den entspannten Abend. Mehr Whisky-Wissen findest du in unserer Whisky-Übersicht.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Whiskey eignet sich am besten für einen Old Fashioned?
Klassisch wird der Old Fashioned mit einem süßlich-milden Bourbon zubereitet. Maker’s Mark, Woodford Reserve oder Buffalo Trace sind hervorragende Wahlen: Ihre Vanille- und Karamellnoten harmonieren perfekt mit Zucker und Bitter. Wer es kräftiger mag, greift zu einem Rye Whiskey, der dem Drink mehr Würze verleiht. Schottischer Single Malt ist untypisch, ein milder Bourbon ist die sichere Empfehlung.
Was kommt in einen klassischen Old Fashioned?
Der klassische Old Fashioned besteht aus nur vier Zutaten: Bourbon Whiskey (etwa 6 cl), etwas Zucker (Würfelzucker oder Sirup), zwei bis drei Spritzern Angostura Bitter und einer Orangenzeste als Garnitur. Dazu kommt ein großer Eiswürfel. Diese Schlichtheit macht den Reiz aus – der Old Fashioned betont den Whiskey, statt ihn zu überdecken. Manche Varianten ergänzen eine Cocktailkirsche.
Wird ein Old Fashioned gerührt oder geschüttelt?
Ein Old Fashioned wird immer gerührt, niemals geschüttelt. Da der Drink keine Säfte oder trüben Zutaten enthält, soll er klar und seidig bleiben. Geschüttelt würde er durch Luftblasen trüb und zu stark verwässert. Man rührt ihn etwa 20 bis 30 Sekunden über einem großen Eiswürfel, bis er kalt und angenehm temperiert ist. Dafür ist ein Barlöffel das richtige Werkzeug.
Wie stark verdünnt man einen Old Fashioned?
Eine leichte Verdünnung gehört zum Old Fashioned dazu – sie rundet den Drink ab und mildert die Alkoholschärfe. Durch das Rühren über einem großen Eiswürfel schmilzt etwas Wasser hinein, das genügt meist. Ein großer Eiswürfel ist dabei besser als viele kleine, weil er langsamer schmilzt und den Drink nicht zu schnell verwässert. Ziel ist ein kalter, seidiger, aber noch kräftiger Cocktail.

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